Das Familienrecht betrifft gleichgeschlechtliche und verschieden geschlechtliche Partner in ehelichen und nichtehelichen Lebensgemeinschaften, Kindesunterhalt und Elternunterhalt. Ständige Begleiterscheinung familienrechtlicher Konflikte sind Auseinandersetzungen mit Sozialleistungsträgern, die aus übergegangenem Recht Unterhaltsansprüche geltend machen oder versuchen, Leistungen zu kürzen. Rechtsquellen sind derzeit das BGB und für gleichgeschlechtliche Beziehungen das Lebenspartnerschaftsgesetz. Aber je nach Familiensituation sind auch Regelungen des Sozialrechts, Erbrechts und Gesellschaftsrechts zu berücksichtigen.

Die meisten Betroffenen empfinden die Trennung als den entscheidenden Einschnitt, in dem sie rechtlicher Beratung bedürfen. Die emotionale Belastung verhindert oft ein sachliches Miteinander und eine geordnete Abwicklung. Da ist es besonders wichtig, frühzeitig seine Rechte zu kennen. Die qualifizierte rechtliche Beratung im Frühstadium vermeidet Missverständnisse und kostspielige Gerichtsverfahren. Gemeinsam werden wir uns Ihre Ausgangslage erarbeiten und Sorge dafür tragen, dass Sie erhalten, was Ihnen zusteht. Insbesondere in folgenden Bereichen unterstütze ich Sie auf der Grundlage des durch langjährige Tätigkeit erworbenen Fachwissens:

    • Scheidung (Bestandsaufnahme, Planung, Durchführung und rechtliche Absicherung)
    • Trennung
    • Unterhalt (Trennungsunterhalt, nachehelicher Unterhalt, Kindesunterhalt, Elternunterhalt)
    • Vermögensauseinandersetzung in Zugewinngemeinschaft und Gütertrennung
    • Ausarbeitung für Sie maßgeschneiderter Regelungen in eine Ehevertrag
    • Beratung und Vertretung von Selbstständigen unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten
    • Streitigkeiten um Sorgerecht und Umgangsrecht
    • Beratung, Vertretung und Vertragsgestaltung in nichtehelichen Lebensgemeinschaften

Die Scheidung wird auf einen bei Gericht zu stellenden Antrag und erst nach Ablauf des Trennungsjahres ausgesprochen. Mit der Scheidung wird auch der Versorgungsausgleich geregelt. Als gesetzliche Folgesachen regelt der Scheidungsrichter auch den Kindesunterhalt, den nachehelichen Unterhalt, das Sorgerecht, den Umgang mit den Kindern, die Rechtsverhältnisse an der Ehewohnung und die Teilung von Hausrat und Zugewinn, wenn ein Ehegatte hierzu einen Antrag stellt. All das hört sich nicht nur kompliziert an, es ist auch kompliziert. Nur die qualifizierte fachanwaltliche Beratung stellt sicher, dass Sie auf keinem Gebiet den Kürzeren ziehen.

Unterhaltsansprüche entstehen bereits mit der Trennung. Kindesunterhalt für minderjährige Kinder schulden die Eltern immer. Das gilt auch für das Wechselmodell, also wenn beide Eltern die Kinder im selben Umfang betreuen. Volljährige Kinder haben gegen beide Elternteile nur noch einen Anspruch auf Ausbildungsunterhalt. Ehegatten können Trennungsunterhalt bis zum Ausspruch der Scheidung beanspruchen. Nachehelicher Unterhalt, also eine andauernde Alimentierung nach Ausspruch der Scheidung, ist keine Selbstverständlichkeit mehr. Das Gericht prüft im Einzelfall, ob die Voraussetzungen bestehen. Vorsicht ist geboten, denn rückwirkend wird Unterhalt nicht gewährt. Allein diese Besonderheit führt häufig zu gewaltigen finanziellen Verlusten, die sich durch die frühzeitige fachanwaltliche Beratung vermeiden lassen.

In den meisten Ehen wird über die Hausratsteilung hinaus, d.h. die Teilung der Wohnungseinrichtung, Unterhaltungstechnik und Kraftfahrzeug, ein Zugewinn erwirtschaftet. Wohnten die Eheleute zur Miete, ist zunächst die weitere Nutzung der Ehewohnung zu klären. Komplizierter zu handhaben ist die zukünftige Nutzung oder kurzfristige Verwertung eines gemeinsam erworbenen Eigenheims. Wer soll zukünftig die laufenden Kredit- und Unterhaltskosten tragen? Findet sich keine Lösung, droht die Zwangsversteigerung. Damit wandelt sich auch ein zunächst positiver Vermögenswert schnell in erdrückende Schulden. In dieser Lage auf anwaltliche Beratung zu verzichten, läuft schnell auf wirtschaftlichen Ruin hinaus.

Leben die Eheleute im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft (weil sie nicht durch Ehevertrag einen anderen Güterstand vereinbart haben) ist der in der Ehe erzielte Vermögenszu-wachs auszugleichen, wenn er sich nicht gleichmäßig auf die Ehegatten verteilt. Standardfall ist, dass ein in der Ehezeit erworbenes und abgezahltes Haus nur einem Ehegatten gehört. Dieser muss dann dem Nichteigentümer eine dem Wertzuwachs entsprechende Ausgleichszahlung leisten. In der Praxis kann man sich um vieles streiten. Umkämpft sind bereits die Vermögensbewertung zum Anfang der Ehe, aber auch die Herkunft von Mitteln zum Bestreiten des Lebensunterhaltes oder dem Erwerb eines Eigenheims. Die Höhe der Ausgleichszahlung hängt davon ab, wer welches Vermögen in die Ehe eingebracht und aus welchen Mitteln was bezahlt wurde. Seit vielen Jahren befasse ich mich mit der Erstellung der erforderlichen Berechnungen und der Durchsetzung der daraus folgenden Ansprüche. Auch Ihnen werde ich helfen können.

Steht die Scheidung im Raum, ist es oft zu spät für einen Ehevertrag. Die Fronten sind verhärtet, man kann nicht mehr miteinander reden und vertraut dem anderen nicht mehr. Auch deshalb sollte ein Ehevertrag geschlossen werden, solange man sich noch einig ist. Aber mit zukünftigen Problemen wollen sich nur Wenige belasten und viele fürchten auch die Kosten einer solchen Vereinbarung. Dabei überwiegt der Nutzen die Kosten deutlich. Der Ehevertrag enthält normalerweise die beste aller denkbaren Lösungen und bietet Rechtssicherheit. Wer ein Unternehmen, Firmenanteile oder Grundstücke in die Ehe einbringt, sollte keinesfalls auf einen Ehevertrag verzichten. Anderenfalls drohen teure, langwierige und kräftezehrende Auseinandersetzungen mit kostspieligen Gutachten, hohen Ausgleichszahlungen und im schlimmsten Fall dem Verlust der wirtschaftlichen Bewegungsfreiheit. Gern arbeite ich mit Ihnen einen Vertrag aus, der Sie im Fall der Trennung und Scheidung angemessen schützt und Sie vor dem Verlust des mühsam Erworbenen bewahrt.

Die Scheidung selbstständiger Unternehmer bietet besondere Probleme. Auch bei guter Ertragslage sind die Einkünfte nicht immer stabil und regelmäßig. Eine zu starke Belastung des Unternehmens kann am Ende zur Aufgabe der Selbstständigkeit führen und weckt regelmäßig verbissenen Widerstand. Augenmaß und Fingerspitzengefühl sind hier gleichermaßen gefragt. Ich unterstütze Sie bei der Analyse der aktuellen Situation, der Entwicklung geeigneter Lösungsstrategien und der Durchsetzung und Realisierung berechtigter Positionen. Dies betrifft nicht nur die unmittelbaren Folgen für das Unternehmen, sondern auch das Unterhaltsrecht, die Altersvorsorge, den Versorgungsausgleich die Regelungen zur Krankenversicherung.

Das Sorgerecht für gemeinsame Kinder verbleibt auch nach der Scheidung grundsätzlich bei beiden Elternteilen. Für unverheiratete Paare erstellt das Jugendamt gesonderte Erklärungen zur Vaterschaftsanerkennung und zum gemeinsamen Sorgerecht. Aber oft trifft ein Elternteil eigenmächtige Entscheidungen betreffend das Kind, ohne die Zustimmung des anderen einzuholen. Manche wechseln sogar den Wohnort und benutzen das Kind als Druckmittel zur Durchsetzung finanzieller Interessen. Davor schützt das Recht den anderen Elternteil. Auf dessen Antrag an das Familiengericht kann ihm durch einstweilige Anordnung das Sorgerecht ganz oder in Teilen allein übertragen werden. Wer eigenmächtig handelt, hat sich zunächst einmal disqualifiziert.

Dem Elternteil, bei dem das Kind nicht dauerhaft lebt, steht ein Umgangsrecht zu. Umgangsberechtigt sind (neuerdings) auch Großeltern und andere Personen, zu denen das Kind eine enge soziale Bindung aufgebaut hat, soweit der Umgang dem Kindeswohl dient. Hier ist besondere Vorsicht geboten, denn der falsche Umgang kann sich schnell negativ auf das Kind auswirken. Die Vorenthaltung des richtigen Umgangs ist genauso gefährlich. Wenn es notwendig wird, werde ich auch auf diesem Gebiet für Sie geeignete Maßnahmen durchsetzen.

Nichteheliche Lebensgemeinschaften sind gesetzlich nicht geschützt. Es besteht grundsätzlich kein Unterhaltsanspruch. Die Mutter hat lediglich Anspruch auf Betreuungsunterhalt, wenn sie aufgrund der Betreuung eines gemeinsamen Kindes bis zum 3. Lebensjahr keiner Erwerbstätigkeit nachgeht. Auch gibt es grundsätzlich keine Ausgleichspflichten nach der Beendigung der Beziehung. Wer für die Beziehung größere Beträge aufwendet, muss diese gegenüber dem Partner vertraglich absichern und ohne Testament geht der Partner leer aus. Aber auch hier besteht ein berechtigtes Bedürfnis nach Rechtssicherheit, insbesondere wenn Kinder im Spiel sind. Gerne helfe ich Ihnen bei der Ausarbeitung und Vereinbarung geeigneter Regelungen.

Die Kosten eines Scheidungsverfahrens richten sich nach dem gesetzlich geregelten Verfahrenswert. Je mehr strittige Fragen das Gericht entscheiden muss, desto teurer wird das Verfahren. Mit qualifizierter anwaltlicher Hilfe können die Eheleute viele Streitfragen außergerichtlich regeln und so erhebliche Verfahrenskosten sparen. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit eines tragbaren und berechenbaren Ergebnisses und verringert das Risiko jahrelanger, kostspieliger und nervenaufreibender Gerichtsverfahren mit völlig ungewissem Ausgang. Verfahrenskostenhilfe erhält, wer die Kosten des Verfahrens nach seinen persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen nicht tragen kann. Gern kläre ich Sie konkret über die weiteren Einzelheiten auf.

Gern berate und vertrete ich Sie als kompetente Partnerin in allen Fragen des Familienrechts. Auf der Grundlage einer gemeinsamen Analyse der Ausgangslage werde ich die erforderlichen Anträge für Sie formulieren und stellen und Sie durch die Trennungszeit und das Scheidungsverfahren bringen.